Pflastertherapie bei Amblyopie (“Schwachsichtigkeit”).
Download-Tipp
Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) hat eine Broschüre herausgegeben, die wir Ihnen an dieser Stelle zum Download empfehlen möchten:
Als Amblyopie oder auch Schwachsichtigkeit wird eine funktionelle Sehschwäche baulich völlig gesunder Augen bezeichnet.
Die Entwicklung des Sehens erfolgt überwiegend in einer sogenannten sensiblen Phase der frühen Kindheit. In diesen ersten Lebensjahren ist das Gehirn besonders formbar (neuroplastisch) und reagiert empfindlich auf Störungen der Sehentwicklung. Wird ein Auge in dieser Zeit nicht ausreichend genutzt, kann sich eine Amblyopie entwickeln.
Die Behandlung einer Amblyopie ist im frühen Kindesalter am effektivsten. Mit zunehmendem Alter sinkt die Erfolgswahrscheinlichkeit deutlich, und eine vollständige Normalsehschärfe kann nicht in jedem Fall erreicht werden. Dennoch sind auch bei älteren Kindern häufig noch relevante Verbesserungen möglich. Der individuelle Therapieerfolg hängt vom Alter bei Behandlungsbeginn, der Ursache der Amblyopie und einer konsequenten Mitarbeit ab.
Gründe für die Entwicklung einer Amblyopie sind unkorrigierte Brechungsfehler wie Weit- oder Kurzsichtigkeit, Hornhautverkürmmung sowie Schielen. In Deutschland erfolgt das Seh-Screening im Rahmen der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen). Bei Auffälligkeiten oder Risikofaktoren überweist der Kinderarzt zur augenärztlichen Abklärung. Eine frühzeitige fachärztliche Untersuchung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn ein Schielen, auffälliges Sehverhalten oder eine familiäre Vorbelastung besteht. Bei Unsicherheiten beraten wir Eltern gerne individuell.



