Aufbau und Funktionsweise des Auges
Das Auge selbst besteht aus mehreren Schichten: der Conjunctiva (Bindehaut), der Sklera (Lederhaut), der Choroidea (Aderhaut) und der Retina (Netzhaut). Bewegt wird das Auge durch insgesamt sechs Augenmuskeln.
Der Lichtstrahl gelangt über die Cornea (Hornhaut) in die Vorderkammer des Auges. Auf seinem weiteren Weg ins Auge passiert das Licht die Pupille, die wie eine Kamerablende funktioniert und je nach einfallendem Licht ihre Weite ändern kann. Dies wird von Muskeln der Iris, der Regenbogenhaut, gesteuert. Die Iris selbst gibt unseren Augen ihre individuelle Augenfarbe, also bräunlich, bläulich oder grünlich.
Nach der Pupille nimmt das Licht weiter seinen Weg durch die Linse des Auges. Mit Hilfe der Linse wird das Licht so gebrochen, dass es scharf auf der Netzhaut abgebildet wird. Im Idealfall werden Bilder in der Nähe und in der Ferne ohne Hilfsmittel scharf gesehen. Um dies zu erreichen, muss die Linse ihre Brennweite für Bilder in der Nähe ändern können. Man spricht hier von Akkommodation.
Die gebündelten Lichtstrahlen treffen nun auf der Retina, der Netzhaut, auf die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens. Dieser Teil der Retina ist mit 2% der Gesamtretina sehr klein, für das Lesen jedoch unerlässlich. Die restlichen 98% der Retina sind für das Umgebungssehen und das Dämmerungssehen zuständig.
Von der Makula aus werden die Seheindrücke nach einer komplexen Verschaltung über den Sehnerven ins Gehirn weitergeleitet, wo unser Seheindruck entsteht.